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Continuity and Creativityby Alex Bielowski (June 11th, 2005)
Computertechnology as an accessmedium to cultural heritage and as a medium of contemporary
art.
Unter dem Titel „Continuity and Creativity“ referierten die renommierten Kunst- und
Medienwissenschafter Monika Fleischmann (Media Arts Research Science | MARS - Exploratory Media Lab
des Fraunhofer Institut Medienkommunikation, Bremen), Kim Veltman (Europäische Universität der
Kulturen, Paris) und Guntram Geser (Salzburg Research Forschungsgesellschaft) über Schnittpunkte
zwischen Kultur und Informationstechnologie. Eine Podiums- und Publikumsdiskussion sowie der Live
Act „Aural Reflections“ von DJ PreciousK (RythmBreakz) rundeten diese Veranstaltung ab. Das
Symposium wurde von Salzburg Research Forschungsgesellschaft und der
FH Salzburg unterstützt.
Moderator: Alexander Bielowski
Vortragende:
Kulturvermittlung mit digitalen Medien
Wie werden digitale Medien zur Vermittlung des kulturellen Erbes eingesetzt? Und wie wird
zeitgenössische Kultur digital vermittelt? Kommunikations- und Vermittlungsformen auf der Basis
digitaler Medien sind selbst eine Form kulturellen Ausdrucks. Sie beinhalten neue Formen der
Partizipation und Interaktion, neue spielerische und innovative Ansätze der Wissenserschließung und
-vermittlung.
- Dr. Guntram Geser, Leiter der Abteilung eCulture von
Salzburg Research,
www.salzburgresearch.at
Digitales Kulturerbe: Vom Zugang zum IT-basierten Erfahren und Wissen
Salzburg Research hat in den letzten fünf Jahren durch Studien und technologische Forschung
& Entwicklung an der Förderung des digitalen Kulturerbes in Europa mitgewirkt. Was läßt sich
aufgrund der Forschungsergebnisse und praktischen Erfahrungen zum erreichten Stand und der
gegenwärtigen Weiterentwicklung in diesem Bereich sagen? Welche Zukunftsszenarien zeichnen sich ab?
Der Markt für digitale Inhalte hat in den nächsten Jahren ein „immenses Wachstumspotential“
laut führenden Analysen der Europäischen Informationsstelle für Informationstechnologie, was unter
anderem auf der steigenden Verbreitung von Breitbandtechnologie beruht. Seit jeher sind Kunst und
Kultur die vorrangige Quelle für hochwertige Inhalte, eine Tatsache, die auch internationalen
Konzernen nicht verschlossen bleibt. So suchen Firmen wie IBM oder Corbis erfolgreich die
Verwertungsrechte an Kulturgut zu erwerben.
Das Schnittfeld zwischen Kultur und Informationstechnologie gliedert sich heute in zwei
Welten. Einerseits haben Europäische Initiativen wie MEDICI, E-Culture Net, MINERVA, der Lund
Aktionsplan, MINERVA PLUS und andere die Notwendigkeit einer strukturierten Aufarbeitung unseres
Kulturerbes hervorgestrichen und erste wichtige Schritte zu einem transparenten, digitalen Zugang
zu unserem Kulturgut gesetzt (cf. eCulture). Andererseits haben vor allem junge Künstler den
Multimedia-Computer als Instrument ihrer kreativen Schaffenskraft entdeckt und weiterentwickelt. In
Österreich zeugen Veranstaltungen wie Werkschau Ars Electronica und Konferenzen wie die Schmiede
Hallein vom großen Potential der digitalen Künste (cf. eCreation).
Leider bleiben Initiativen, die eine Brücke zwischen diesen Welten schlagen, eine
ausgesprochene Seltenheit. Der mangelnde Dialog lässt Potenziale ungenutzt und führt zu
inkompatiblen, technischen Lösungen.
Nun ist es aber so, dass Kunstschaffen immer im Kontext des kulturellen Erbes steht.
Kunstwerke greifen nicht nur auf bewusste und implizite Zitate zurück, sondern stellen zudem immer
auch Neubearbeitungen historischer Werke und Bearbeitungen wohlbekannter Topoi dar. Digitale Kunst
bildet in diesem Bezugssystem keine Ausnahme. Im Gegenteil zeichnet sie sich durch das Entstehen
einer neuen Kultur des Zitats aus.
Das englischsprachige Symposium Continuity and Creativity bringt erfahrene Forscher aus dem
Bereich eCulture mit jungen Kunstschaffenden und Studenten der digitalen Kunst zusammen um den
Dialog zwischen den beiden Bereichen zu fördern und Ansatzpunkte für Kooperationen und weitere
Projekte zu identifizieren.
Zwei Fachvorträgen, die das kreative Potenzial unseres Kulturerbes und die Möglichkeiten der
Informationstechnologie für eine neue, reichere Kulturerfahrung behandeln, schaffen die Basis für
zwei Diskussionsrunden. Nach einer Podiumsdiskussion, die den internationalen Status-Quo von
eCulture in organisatorischer und technischer, aber auch politischer Hinsicht beleuchtet, wird in
offenen Diskurs auf die Kernfrage eingegangen, wie die Auseinandersetzung mit dem neuen Medium das
kreative Potential unseres Kulturerbes besser nutzbar machen kann und welche Rahmenbedingungen
sowohl organisatorisch-rechtlicher, wie auch technischer Natur dafür geschaffen werden sollen. Den
Ausklang gestaltet Dj PreciousK (RythmBreakz) mit Aural Reflections.
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